Samstag, 21. April 2012

Unterstützt die großen Milongas!

Wollte zwar über die kleinen traditionellen Milongas schreiben, die alle in Gehdistanz zur Freitagsmilonga in der Galeria stattfinden, aber da ich dort noch nicht war, könnte ich nur Gehörtes wiedergeben und das muss nicht sein.
Viel interessanter ist die Frage, welche Milongas eine Weltstadt wie Wien aufweisen sollte.
Die Antwort ist hoffentlich außer Streit.
Jeder Tanzende will auf eine große Milonga gehen, um die Wahrscheinlichkeit eines guten Tanzes zu erhöhen, wenn möglich sogar mit Tanzenden aus einem anderem Land eine wunderbare Tanda zu tanzen.

Wer das nicht will, sondern kleine Milongas bevorzugt, wo mit den immer gleichen Partnern getanzt wird, ist ev. besser damit beraten eine private Milonga im trauten Heim zu organisieren. 
Wir in der Galeria streamen die Musik am Freitag über das Internet, damit kann wunderbar eine private Milonga organisiert werden...


Wir haben in Wien aktuell 2 große Milongas, die noch "stärker" werden können und sollten. Tangobar am Donnerstag und Galeria Ideal am Freitag. Auch eine Morocha, Blog folgt, die am Sonntag stattfindet hätte von der Veranstalterseite (Alejandra und Christoph) Potenzial, aus diversen teils hausgemachten Gründen jedoch zur Zeit nicht.
Firulete (Bäckerstraße) und Pasional, die beiden traditionellen Samstagsmilongas wirken zu wenig international vernetzt und zu sehr auf die Bedienung der eigenen Klientel ausgerichtet, aber vielleicht (oder hoffentlich) ändert sich was. Eine "große" Samstagsmilonga fehlt in Wien zweifelsohne.
Bevor jetzt einige der Meinung sind, dieses blog dient u.a. dazu, andere Milongas schlecht zu reden, sei klar ins Stammbuch geschrieben. Es ist wie es ist und über Formulierungen kann gerne gesprochen werden - dazu ist das Kommentarfeld übrigens da - andere Sichtweisen sind zulässig und erwünscht. 
Man könnte auch gar nichts schreiben und hinter vorgehaltener Hand die Hacken tieffliegen lassen, aber von dieser Wiener Tradition kann und soll langsam Abschied genommen werden.
Überhaupt ist dieses Sympathiegehabe unter Veranstaltern ziemlich unprofessionell, wer jemand zu Gesicht steht, dessen Veranstaltungen werden beworben und empfohlen. 

Und hier gehts nicht um Welpenschutz, bis dato hat mir noch keiner sinnvoll vermitteln können, warum Veranstalter kleine Milongas machen, die wenig erfolgreich sind und die am gleichen Tag mit einer großen Milonga stattfinden. Und wo nach 2 Stunden die Leute verschwinden und erst auf die große Milonga gehen. Eine Antwortmöglichkeit ist Solidarität mit den Veranstaltern, zumindest hört man das die Leute sagen, wenn man sie fragt.
Das ist entzückend, aber ist das der Sinn einer Milonga, Solidarität mit den Veranstaltern?!?

Mittwoch gibt es für traditionelle Tanzende kein Angebot. Es wäre für die kleinen traditionellen Milongas erfolgsversprechender (im Sinne von Besucherzahl und Sinn) an diesem Tag eine Milonga zu machen, die dann auch eine weitaus höhere Chance verspricht eine Institution zu werden.


Wie können große Milongas unterstützt werden?
Indem man hingeht und das regelmäßig, indem ganz klar im eigenen Tanzumfeld kommuniziert wird, dass man hingeht.
Diejenigen Tanzenden, die auf Festivals und Marathons anzutreffen sind, sollen Werbung für diese Milongas machen und Tanzende aus anderen Ländern einladen, vorzugsweise ihnen eine Tangocouch bei sich zuhause anbieten. Das machen einige Tanzende regelmäßig und ihnen ist nicht genug zu danken dafür.


Es kann jeder kurz die Augen schließen und sich vorstellen wie es ist, wenn die Veranstalter der großen Wiener Milongas verschwinden.
OK, alles klar?

Kommentare:

  1. Hier ein reply von Verena Lammer.

    http://www.satho-tango.at/Beitrag_Verena_Lammer.html

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  2. Auf die Größe kommt´s doch nicht an!!!! Andrea (a wise middle aged lady!

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  3. OK, ersetze groß durch gut besucht, was aber nicht heißt 5 Paare auf einer 7m2 pista. Je mehr Leute, vorzugsweise unterschiedliche Niveaus, Nationalitäten, Typen, desto höher ist für JEDEN die Wahrscheinlichkeit eine gute Tanda zu tanzen.
    Außerdem schadet Größe nie (an experienced middle aged man!)

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  4. hmmmm... bleibe dabei, bevorzuge qualität (experience!)
    woher weißt du eigentlich wie international vernetzt wer ist??? bitte um info! bitte auch um aufklärung was "bedienung der eigenen klientel" bedeutet? wir versuchen unserem verständnis einer "traditionellen" milonga so gut wie möglich nachzukommen und dass man sich bei uns wohl fühlt (stimmung an der bar!) was sicher das ziel jedes veranstalters ist, oder? danke

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  5. Lieber Qualität statt Quantität

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  6. Da Interpretationen laut wurden, ich plädiere dafür, dass keine kleinen Milongas stattfinden sollen... Nein, dafür plädiere ich nicht. Ob diese am gleichen Tag mit einer großen Milonga stattfinden sollen, das mag jeder selbst beurteilen. Dienstag und Mittwoch sind meines Wissens Tage ohne traditionelle Milonga.
    Aber eines konzediere ich: Lieber eine kleine Qualitätsmilonga als eine große Allerweltsmilonga!

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