Dienstag, 17. April 2012

Langes traditionelles Tango-Weilen



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Bäckerstraße 16, 1. Stock, 1010 Wien
Nicolas Bertucci und Andrea Sorgo


Milonga El Firulete
Veranstaltungstage: Montag und Samstag



Montag
19.30-21.30 Tango Milonguero Kurs, EUR 20


Samstag
18.00-19.30 Tango Milonguero Basiskurs, EUR 20 (Milonga inkludiert)
19.30-21.30 Tango Milonguero Kurs, EUR 20 (Milonga inkludiert)
ab 21.30
Milonga El Firulete


Teilnehmerzahl Kurse: 8 bis 15 Paare


Teilnehmerzahl Milonga: 25-50 Personen
Tanzniveau: mittel-hoch
Für Anfänger geeignet: mittel bis wenig


Nicolas ist einer der längstdienenden Tangoveranstalter in Wien und gehört zur sog. Milonguero Fraktion (das sind die sehr eng, am Rhythmus Tanzenden, die im Süden von Buenos Aires anzutreffen sind - im Gegensatz zu den Tango de Salon (v.a. Urquiza) Tanzenden, die die Melodie bevorzugen und eher im Norden von Buenos Aires anzutreffen sind).


Die Kurse sind sehr voll, Nicos und Andreas Klassen gehören zu den best besuchten Kursen.
Ob die Kursteilnehmer jemals regelmäßige Milongabesucher, v.a. auch in anderen Milongas, werden, ist mehr als fraglich und eher mit Nein zu beantworten. Es dürfte v.a. die Persönlichkeit von Nico sein, die eine gewisse Klientel anzieht, und die ihm auch treu ergeben ist. Das gilt natürlich für alle, aber in diesem Fall sei es besonders hervorzuheben.


Im Szenejargon ist die Milonga eher als Bäckerstraße bekannt, die wenigsten sagen, wir gehen heute in die El Firulete.
Wie Pasional eher eine geschlossene Gruppe, d.h., die "Bäckerstraßen-Leute" sind wenn überhaupt in der Tangobar noch anzutreffen, sonst eher nirgends.
Bisschen unterschätzte Milonga, deren Ruf nicht der beste ist, weil viele Leute, die nur einmal dort waren, sie eher als langweilig einstufen. Es ist keine leicht konsumierbare Milonga wie bspw. die Tangobar und das ist wohl auch der Grund, warum sie nicht der Quotenbringer ist.
Wobei die Stimmung an der Bar recht amüsant sein kann, die dort anzutreffende middle-aged ladies faction hat großen Charme.


Fazit: Bäckerstraße ist zur Zeit die Samstagsmilonga in Wien, sehr oft nicht allzugut besucht.
Sollte jemals ein anderer, eine neuer Veranstalter, die traditionelle Szene mit einer guten, großen Milongalocation betreten, wird es für die Bäckerstraße schwer. Aber das ist nicht allzu wahrscheinlich, weil die wenigsten Veranstalter die finanziellen Mittel aufbringen können, eine location wie das Albertschweitzerhaus oder die Galeria in der Geibelgasse ins Leben zu rufen.
Deshalb hingehen, anschauen, durchhalten!





1 Kommentar:

  1. Bäckerstrasse Milonga ist bestimmt die traditionellste.
    Wenn man wirklich richtig das Buenos Aires Feeling mitten in Wien erleben möchte, ist die Bäckerstrasse der richtige Ort. Ironischer Weise erinnert mich die Bäckerstrasse eher an Café Confitería in BSAS als der Namensvetter in Wien

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